Die 10 wichtigsten Auswahlkriterien für CAFM-Software in der DACH-Region
Bei der Wahl der richtigen CAFM-Software sollten weder der Preis noch die längste Modul-Liste den Ausschlag geben. Entscheidend ist, ob die Lösung Ihre Abläufe wirklich unterstützt, Ihr Team entlastet und Ihnen eine verlässliche Entscheidungsgrundlage liefert. Wenn Prozesse gerade umständlich abgebildet werden und Daten nur schwer verfügbar sind – dann ist genau jetzt der richtige Moment für eine Veränderung.
Ob öffentliche Verwaltung, Industrie, Einzelhandel oder Immobilienverwaltung: Jede Branche bringt eigene Anforderungen an FM-Prozesse mit. Compliance-Vorgaben, Betreiberpflichten und gesetzliche Prüfvorschriften unterscheiden sich je nach Einsatzgebiet zum Teil erheblich. Ihr System sollte sich deshalb möglichst flexibel an Ihre Workflows anpassen – und sich gleichzeitig sauber in Ihre bestehende IT-Landschaft einfügen: Schnittstellen zu ERP-Systemen wie SAP, Buchhaltungssoftware, CAD-Programmen und IoT-Geräten sind da keine Kür, sondern oft die Grundvoraussetzung. Ohne flexible Integrationsmöglichkeiten entstehen sonst schnell neue Datensilos, statt durchgängiger Prozesse.
Hier die zehn wichtigsten Kriterien, die Sie bei der Auswahl im Blick behalten sollten:
Punkt 1: Anforderungen definieren Welche Prozesse wollen Sie abbilden? Flächenmanagement, Wartungsplanung, Vertragsmanagement, Energiecontrolling? Erstellen Sie eine Prioritätenliste und trennen Sie sauber zwischen Must-have und Nice-to-have.
Noch unsicher, welche Prozesse Sie mit einer CAFM-Software abbilden möchten? Kein Problem! In einem ausführlichen Workshop erarbeiten wir gemeinsam Ihre Anforderungen und schauen, wie wir diese mit unserer CAFM-Lösung Axxerion umsetzen können.
Punkt 2: Flexibilität, Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit prüfen Ein CAFM-System sollte sich an Ihre Arbeitsweise anpassen – nicht umgekehrt. Fragen Sie sich: Lässt sich die Lösung gut auf meine Prozesse zuschneiden? Kann ich Masken, Workflows oder Felder einfach selbst konfigurieren? Wie schnell lassen sich Änderungen umsetzen? Gerade wenn sich Ihre Prozesse mal ändern, merken Sie schnell, wie viel eine flexible, sauber konfigurierbare Lösung wert ist – eine starre Standardsoftware stößt hier schnell an ihre Grenzen.
Genauso wichtig: Wählen Sie eine Lösung, die mit Ihrem Unternehmen mitwachsen kann. Was heute passt, sollte auch in fünf Jahren noch passen – mit mehr Standorten, mehr Funktionen, mehr Nutzern. Auch das Facility Management selbst entwickelt sich ständig weiter: mobile Prozesse, Automatisierung, Datenanalyse, IoT, KI oder vorausschauende Instandhaltung gewinnen laufend an Bedeutung, genau wie gesetzliche Vorgaben und Dokumentationspflichten. Ein zukunftsfähiges CAFM sollte deshalb offen für Weiterentwicklung sein – mit modernen Schnittstellen, flexiblen Datenmodellen und der Möglichkeit, neue Anforderungen unkompliziert abzubilden. Es geht dabei nicht darum, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern eine Lösung zu wählen, die mit Ihnen wachsen kann.
Punkt 3: Bedienbarkeit testen Die beste Software bringt nichts, wenn Ihr Team sie nicht gerne nutzt. Wenn für einfache Aufgaben plötzlich Umwege nötig sind, bremst das den ganzen Alltag aus. Eine gute CAFM-Software – wie zum Beispiel Axxerion – sollte logisch aufgebaut, intuitiv bedienbar und schnell verständlich sein, mit kurzer Einarbeitungszeit.
Praxis-Tipp: Lassen Sie sich in einer Demo konkrete Abläufe zeigen. Wie schnell ist ein Ticket angelegt? Wie einfach lässt sich eine Checkliste anpassen? Finden sich neue Nutzer ohne lange Schulung zurecht?
Punkt 4: Integrationsmöglichkeiten bewerten Über flexible Schnittstellen und komfortable Importfunktionen binden Sie vorhandene Daten, Systeme und Anwendungen einfach und effizient an. Automatisierte Synchronisationen, ein benutzerfreundliches Mapping-Tool und Standards wie REST-/SOAP-APIs sowie Single Sign-on (SAML 2.0) sorgen für durchgängige, digitale Prozesse ohne Medienbrüche.
Dank moderner HTML5-Technologie läuft Axxerion plattformübergreifend auf Windows, macOS, Linux sowie auf Smartphone und Tablet – ganz ohne zusätzliche Software.
Punkt 5: Ressourcenplanung mitdenken Genauso wichtig: Aufgaben, Zeitfenster, Prioritäten und verfügbare Mitarbeitende oder Dienstleister sollten sich übersichtlich planen lassen. Hilfreich sind visuelle Planungsansichten, klare Zuständigkeiten und flexible Umplanungsmöglichkeiten.
Fragen Sie sich im Auswahlprozess: Zeigt mir das System nur Termine an, oder hilft es mir auch bei Entscheidungen – wer ist verfügbar, welche Qualifikation braucht es, welche Aufgabe hat Priorität? Und: Gibt es sinnvolle, individuell einrichtbare Berichte?
Punkt 6: Cloud oder On-Premise? Bei der Wahl zwischen Cloud und On-Premise spielen mehrere Faktoren eine Rolle.
Cloud-CAFM (Software as a Service): Keine Installation, keine Zusatzsoftware – alle Einstellungen, Berichte und Workflows verwalten Sie direkt im Browser. Das bedeutet maximale Flexibilität, einfache Nutzung und Zugriff, egal wo Sie gerade sind. Besonders praktisch für Unternehmen, die flexibel arbeiten möchten und auf regelmäßige Updates ohne eigenen Aufwand Wert legen. Unsere Axxerion-Plattform läuft in hochmodernen deutschen Rechenzentren und bietet damit Sicherheit nach deutschen Datenschutzstandards.
Lokale Installation (On-Premise): Bei besonderen Sicherheitsanforderungen oder wenn Daten das eigene Netzwerk gar nicht verlassen dürfen, kann eine lokale Installation Sinn machen. Dafür braucht es dann aber auch entsprechend eigene IT-Ressourcen für Wartung und Updates.
Punkt 7: Datenqualität sichern Die Datenqualität entscheidet über den langfristigen Erfolg Ihrer CAFM-Einführung – und zwar dauerhaft, nicht nur beim Start. Einmal eingeführt, will das System kontinuierlich gepflegt werden.
Nutzen Sie vordefinierte Objektstrukturen, Typkataloge und Auswahllisten, damit Ihre Daten vergleichbar bleiben. Ein guter Reifegrad zeigt sich daran, wie schnell neue Anlagen sauber in der Struktur landen und wie selten Sie auf Freitextfelder ausweichen müssen. Klären Sie außerdem: Wer erfasst neue Anlagen? Wer aktualisiert Vertragsdaten? Wer prüft regelmäßig die Datenqualität?
Punkt 8: Betreiberpflichten und Compliance einhalten Ein gut konfiguriertes CAFM-System nimmt Ihnen bei den Nachweispflichten eine Menge Arbeit ab: Prüfprotokolle, Wartungsnachweise, Dokumentationen und Historien werden strukturiert erfasst und zentral bereitgestellt. Besonders hilfreich, wenn Berichte und Historien direkt im System abrufbar sind – so sehen Sie auf einen Blick, wann eine Maßnahme durchgeführt wurde, welche Anlage betroffen war und wer sie dokumentiert hat.
Eine saubere, revisionssichere Dokumentation gibt Ihnen intern mehr Sicherheit und Nachvollziehbarkeit – und erspart Ihnen im Audit- oder Schadensfall jede Menge unnötigen Stress.
Punkt 9: Mobile Nutzung sicherstellen Im Facility Management passiert Arbeit selten nur am Schreibtisch. Mobile Nutzbarkeit ist deshalb keine Zusatzfunktion, sondern eine Grundvoraussetzung moderner CAFM-Lösungen. Arbeitsaufträge, Störmeldungen, Checklisten, Rückmeldungen und Fotodokumentationen müssen unterwegs verfügbar sein – einfach, schnell und möglichst in Echtzeit. Fehlt das, entstehen schnell Medienbrüche, die Zeit kosten und die Datenqualität verschlechtern.
Worauf Sie achten sollten: Läuft das System auch offline? Lassen sich Fotos hochladen, Zeiten erfassen und Statusänderungen direkt dokumentieren? Ist es responsiv – also auch über den Browser auf Tablet und Smartphone gut nutzbar?
Punkt 10: Kennzahlen (KPIs) gezielt nutzen Im Tagesgeschäft steht meist das operative Abarbeiten im Vordergrund: Tickets bearbeiten, Störungen beheben, Wartungen durchführen. Wer sich aber nur aufs Reagieren konzentriert, verliert schnell den Blick für die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Organisation. Deshalb lohnt sich der regelmäßige Blick auf zentrale Kennzahlen. Im Facility- und Instandhaltungsmanagement sind das zum Beispiel MTTR, MTBF, Reaktionszeiten, SLA-Erfüllung, Wartungsquoten oder Wiederholstörungen.
Eine gute CAFM-Software hilft Ihnen nicht nur, diese Daten zu erfassen, sondern bereitet sie auch verständlich auf. Dashboards und Auswertungen machen Entwicklungen sichtbar und liefern die Grundlage für datenbasierte Entscheidungen.